Curriculum (Lehrplan)

1. Ausbildungsjahr

Modul 1: Biographische Klärung und emotionale Intelligenz

Tiefenpsychologie trifft Konstruktivismus: wie die eigene Vergangenheit zu einer in Teilen veränderbaren Geschichte wird. Entdecken Sie, wie man aus schwierigen Erfahrungen Ressourcen macht, die neue Schritte in der eigenen Lebensgestaltung ermöglichen.

Theorie

  • Archetypus der Ideal-Eltern und heilende emotionale Erfahrungen
  • Das Holding-Konzept nach Donald Winnicott
  • Neurobiologische Grundlagen des menschlichen Gedächtnisses – Chancen für die erlebnisbasierte Beratungsarbeit
  • Dimensionen emotionaler Intelligenz
  • Der mehrdimensionale Intelligenzbegriff nach Gardner und der WeQ
  • Methoden für die lösungsorientierte Bearbeitung von Schlüsselerfahrungen der eigenen Biografie
  • Ressourcenorientierte Arbeit mit der eigenen Kind-Identität
  • Emotional-Modeling: Einfühlung als Basis von Intuition und Weisheit
  • Konstruktivistisch-systemische Analyse der Herkunftsfamilie
  • Prägende Botschaften, unbewusste Aufträge und Kernüberzeugungen

Praxis

  • Methoden für die lösungsorientierte Bearbeitung von Schlüsselerfahrungen der eigenen Biografie
  • Ressourcenorientierte Arbeit mit der eigenen Kind-Identität
  • Emotional-Modeling: Einfühlung als Basis von Intuition und Weisheit
  • Konstruktivistisch-systemische Analyse der Herkunftsfamilie
  • Prägende Botschaften, unbewusste Aufträge und Kernüberzeugungen
Modul 2: Beziehungsklärung und Vermeidungsstrategien

Befreiter leben und Potenziale entfalten: verstehen, wie unbewusste Prägungen aus der Herkunftsfamilie die eigenen Beziehungsmuster beeinflussen. Sie lernen wie man Schwierigkeiten in beruflichen und privaten Beziehungen bearbeitet und die Weichen für ein erfülltes Beziehungsleben stellt.

Theorie

  • Analyse verschiedener Geschwisterkonstellationen und typische Prägungen
  • Dynamik in vertikalen und horizontalen Beziehungen
  • Kreuzkommunikation in der Paarbeziehung
  • Neurobiologische Grundlagen regressiver Arbeitstechniken
  • Selbstanalyse des eigenen Beziehungsmusters
  • Einführung in das Körper-Modeling am Beispiel grundlegender Beziehungsmuster
  • Der erweiterte Kind-Erwachsenen-Dialog
  • Lösungsorientierte Einzelarbeit mit Schlüsselfragen zu Beziehungsthemen

Praxis

  • Selbstanalyse des eigenen Beziehungsmusters
  • Einführung in das Körper-Modeling am Beispiel grundlegender Beziehungsmuster
  • Der erweiterte Kind-Erwachsenen-Dialog
  • Lösungsorientierte Einzelarbeit mit Schlüsselfragen zu Beziehungsthemen
Modul 3: Körperbewusstsein und befreiter Selbstausdruck

Der Körper weiß die Antwort: In diesem Abschnitt lernen Sie, wie man sich aus mentaler Kontrolle und geistiger Enge befreit. Sie lernen, den spontanen Körperimpulsen mehr und mehr zu vertrauen. Körpersprache und persönliche Botschaften kommen in Einklang. Das ist ein gutes Fundament für gelingende Kommunikation und erfüllende Beziehungen.

Theorie

  • Ursprung und Grundlagen der modernen Körpertherapie
  • Unterbrechung des Energieflusses zwischen verschiedenen Körpersegmenten
  • Grundlagen des Körperlesens
  • Theorie der somatischen Marker
  • Die Bedeutung vegetativer Resonanz in der integralen Körperarbeit
  • Einführung in die Continuum-Movement Methode
  • Der beseelte Augenkontakt: Handwerkszeuge für die Arbeit am Augensegment
  • Pulsationsübungen für das Beckensegment
  • Makro- und Mikro-Embodiment
  • Theaterarbeit im therapeutischen Kontext

Praxis

  • Einführung in die Continuum-Movement Methode
  • Der beseelte Augenkontakt: Handwerkszeuge für die Arbeit am Augensegment
  • Pulsationsübungen für das Beckensegment
  • Makro- und Mikro-Embodiment
  • Theaterarbeit im therapeutischen Kontext
Modul 4: Grenzen setzen - Grenzen achten - Grenzen öffnen

Die Schwelle erforschen: Der flexible Umgang mit Grenzen ist ein goldener Schlüssel für die Gestaltung von erfüllenden Beziehungen. Dazu gehören die Fähigkeiten, sich kontaktvoll abzugrenzen, sich ganz zu öffnen, Grenzen spielerisch zu testen und mit Grenzüberschreitungen einen angemessenen Umgang zu finden.

Theorie

  • Bezogene Individuation, Ich-Stärke und Ich-Transzendenz
  • Theorie der Begleitungsstile
  • Indikationen für strukturstärkende und strukturerweiternde Arbeitstechniken
  • Neurophysiologische Grundlagen von Stress und zentrale Resilienz-Faktoren
  • Lustangst: Die Angst vor der Lust und die Lust an der Angst
  • Übungen zur Stärkung von persönlichen Grenzen
  • Körperorientierte Übungen zur Selbstabgrenzung
  • Das ritualisierte Fallen im therapeutischen Prozess
  • Techniken zum besseren Umgang mit Ängsten

Praxis

  • Übungen zur Stärkung von persönlichen Grenzen
  • Körperorientierte Übungen zur Selbstabgrenzung
  • Das ritualisierte Fallen im therapeutischen Prozess
  • Techniken zum besseren Umgang mit Ängsten
Modul 5: Kreativität und Intuition

Wundern erwünscht: In diesem Abschnitt geht es darum, sich aus den eigenen Gewohnheitsmustern des Denkens, Fühlens und Handelns zu lösen und sich auf neue Erfahrungen einzulassen. Entdecken Sie Humor, Verwirrung und Leidenschaft als Ressourcen für Ihr Leben und Ihre Beratungsarbeit.

 Theorie

  • Der Potenzialentwicklungskreis nach Gerald Hüther
  • Das transformative Potenzial der Stimme
  • Umgang mit Kreativitätshemmungen im Alltag und in der Beratung
  • Multi-Mind: Verschiedene Denkstile kultivieren
  • Die Verwendung hypnotherapeutischer Sprachmuster (Milton-Modell und VAKOG-Theorie)
  • Der Kreativitätskreis – die Technik des Ankerns und Skalierens
  • Transformation von Glaubenssätzen
  • Die Soundflow-Technik und Rituale für den Stimmausdruck
  • Die Arbeit mit positiven Sonden
  • Die Verwendung von Stimme und Sprache in der Anleitung von Kreativen Trancen

Praxis

  • Der Kreativitätskreis – die Technik des Ankerns und Skalierens
  • Transformation von Glaubenssätzen
  • Die Soundflow-Technik und Rituale für den Stimmausdruck
  • Die Arbeit mit positiven Sonden
  • Die Verwendung von Stimme und Sprache in der Anleitung von Kreativen Trancen

2. Ausbildungsjahr

Modul 6: Abhängigkeit und Bindungsangst transformieren

Beziehungskompetenz für Fortgeschrittene: Es geht um die genaue Beschreibung und Erforschung von Beziehungsmustern, um das Spannungsfeld zwischen Autonomie und Bindung und um die destruktiven Folgen von stillen Erwartungen. Außerdem werden Abhängigkeits- und Co-Abhängigkeitsmuster sowie der offene und verdeckte Narzissmus erforscht. Natürlich erfahrungsorientiert.

Modul 7: Selbstführung und Teamfähigkeit

In Gruppen oder Teams nehmen wir manchmal Positionen ein, die weder unseren Bedürfnissen noch unseren Potenzialen entsprechen. Die Lösung heißt Systemkompetenz: Wir beschäftigen uns mit den Prinzipien der Systemdynamik und der Führungsfrage in Teams und Organisationen. Die Anwendung einer erweiterten Version der inneren Teamarbeit unterstützt die individuelle Selbstführung und Selbstwirksamkeit (nicht nur) in Teamprozessen.

Modul 8: Integration von Licht- und Schattenkräften

Der Umgang mit Schattenkräften – also mit dem, was unserem Ego nicht passt, weil es zu schön oder zu schrecklich ist – ist eine besonders große Herausforderung. Dieses Modul ist in Anlehnung an das Konzept der Heldenreise von Paul Rebillot wie eine innere Reise konzipiert. Sie erforschen die Schattenkräfte, die in Ihrer eigenen Persönlichkeit eine wichtige Rolle spielen und erwerben ein tiefes Wissen über die Gefahren und den konstruktiven Umgang mit den unterschiedlichen Phasen existenzieller Krisen.

Modul 9: Spirituelle Intelligenz und transpersonale Psychologie

Die transpersonale Psychologie erforscht Bewusstseinszustände, die über das ich-zentrierte Alltagsbewusstsein hinausgehen. Sie verfügt über Methoden, um diese "erweiterten" Bewusstseinszustände für persönliche Entwicklung, für "mehr Wir" und für die Beratungsarbeit wirksam werden zu lassen. Die Fähigkeit, Erkenntnisse aus diesen transpersonalen Quellen zu generieren, nennen wir spirituelle Intelligenz.

Modul 10: Sexualität und Persönlichkeitsentwicklung

Ein natürlicher Umgang mit  der eigenen sexuellen Energie ist im Rahmen integraler Persönlichkeitsentwicklung eine Quelle von Selbstvertrauen und Strahlkraft. Deshalb geht es in diesem Modul um die Aussöhnung mit der eigenen Körperlichkeit und die Stabilisierung der sexuellen Identität jenseits von einengenden, gesellschaftlichen Bildern und Vorstellungen.

3. Ausbildungsjahr

Modul 11: Weibliche und männliche Identität

Im systemischen Ansatz spricht man vom prägenden Einfluss der Frauenlinie, wenn man die Beziehung einer Frau zu ihrer Mutter und zu deren Mutter meint. Für die Männerlinie gilt natürlich Entsprechendes. In diesem Modul geht es um die Verankerung der eigenen Geschlechtsidentität in gleichgeschlechtlichen Beziehungsfeldern: Erleben Sie sich im Kreis der Frauen und im Kreis der Männer.

Modul 12: Kommunikation, Konflikt und kollektive Intelligenz

In diesem Modul geht es um die Rolle der inneren Haltung bei gelingender und misslingender Kommunikation und die vielfältigen Möglichkeiten des konstruktiven Umgangs mit Konflikten.

Außerdem experimentieren wir mit zukunftsweisenden Kommunikationsformen wie z.B. Wir-Prozessen, in denen kollektive Intelligenz aktiviert und Emergenz-Phänomene sichtbar gemacht werden können. 

Modul 13: Vergänglichkeit – den Tod ins Leben holen

Die Konfrontation mit der eigenen Vergänglichkeit kann zu einer radikalen Veränderung in der eigenen Lebenshaltung führen: zu mehr Mitgefühl für sich selbst, für andere und für alles Lebendige sowie zu einer konsequenten Fokussierung auf das Wesentliche. In diesem Modul geht es um die spürende Erforschung verschiedener Bewusstseinszustände an der Schwelle von Leben und Tod.

Modul 14: Geburtsprozess als transformativer Impuls

Neurobiologische Forschungen bestätigen jetzt, was Körpertherapeuten schon seit Langem wissen: dass Erfahrungen, die wir in der Gebärmutter und rund um unsere Geburt gemacht haben von immenser Bedeutung für die Entwicklung unserer Persönlichkeit sind.

Unser Körper hat diese Erfahrungen auf seine Weise "gespeichert" und wir zeigen Ihnen in diesem Modul, wie man ihm die wichtigsten Informationen entlocken kann. Erleben Sie eine Reise in die frühe Existenz, die Ihnen wertvolle Erkenntnisse über den Zusammenhang zwischen dem Schlüsselerlebnis der Geburt und aktuellen Verhaltensmustern ermöglicht!

Modul 15: Vision der Freude

Am Ende dieser Ausbildung hat jeder Teilnehmer zahlreiche Reifungsschritte vollzogen und verfügt über außergewöhnliche Beratungskompetenzen. Damit geht die Zunahme von Selbstvertrauen und Lebensfreude einher sowie eine beträchtliche Vergrößerung des persönlichen Handlungsspielraums. Das ist ein guter Grund, sich die Frage nach einem sinnvollen Lebensentwurf und nach dem richtigen Platz in dieser Welt noch einmal neu zu stellen.

Leichter wird es nicht; rechnen Sie am besten mit neuen Problemen auf höherem Niveau und einem lebendigen und freudvollen Umgang damit.