Geht es in der beratenden Arbeit um die Liebesbeziehung deiner Klient*innen, entsteht schnell ein Beziehungsbild, von dem du nur eine Stimme hörst. Als Begleiter*in wissen wir, dass es „nur” ihre Sicht auf die Situation ist, also nur eine Wahrnehmung oder „Wahrgebung” (wenn du im Webinar am 1.3. dabei warst). Es geht um die Balance zwischen „Das ist „nur” (d)eine Perspektive” und „Ich unterstütze dich voll”.
Dieser Spagat zwischen Neutralität und Parteilichkeit gehört zum Schwierigsten in der Begleitung. Bei den leichteren Themen ist er schon fordernd – und er spitzt sich zu, wo es beispielsweise um Gewalt, Eifersucht oder emotionale Erpressung geht. Dort kommt Neutralität vielleicht an ihre Grenze.
An diesem Abend erforschen wir, wie wir die Sicht der Klient*innen ernst nehmen können, ohne die abwesende dritte Person zum Feindbild werden zu lassen – und zu unterscheiden, wann volle Parteilichkeit angebracht oder sogar nötig ist.
| Mo., 26. Apr. 2027 um 19 Uhr | |
Zoom,
|
